Aufbruch
USM & Nike van Dinther

Wie viel Wandel passt in mein Leben?

Copyright: USM
Als Content Creatorin produziert Nike van Dinther ständig frische Inspiration für andere. Und ja, sie liebt es, ihr Zuhause immer wieder neu zu erfinden. Zugleich sehnt sie sich nach der Ruhe des Ankommens. USM befriedigt beides: Wandlungslust – und Beständigkeit. Trotzdem stellt sie sich bereits vor, ihr braunes Sideboard irgendwann weiterzugeben: zweigeteilt, damit jeder ihrer Söhne eine Hälfte in seine spätere Wohnung mitnehmen kann …
CI Redaktion

CI-Magazin: Liebe Nike, welches Gefühl soll deine Einrichtung dir geben?

Nike van Dinther: Ich wünsche mir ein Zuhause, das den Lärm von draußen leiser werden lässt und innen Platz schafft – für Leichtigkeit sowie leidenschaftlich ehrliche, unbeschwerte und schöne Begegnungen. Ein Zuhause, das sich wie eine Umarmung anfühlt. Mir gefällt der Gedanke, dass Menschen hereinkommen und unbewusst die Schultern sinken lassen. Dass unsere Freunde genauso wie die Freunde unserer Kinder sofort Geborgenheit verspüren und wissen, dass sie hier einfach sein dürfen. Diese Art von Schönheit entsteht für mich nicht durch die perfekte Einrichtung, sondern durch gemütliches Licht, warme Töne und Räume, die dazu einladen, viel länger zu bleiben als geplant.

Ein neues Möbel, ein neues Arrangement, eine neue Ästhetik: Spürst du als Content Creatorin manchmal den Druck, deinen Followern auch zuhause ständig Neues präsentieren zu müssen?

Aber natürlich! Wobei ich nicht unbedingt das Gefühl habe, ständig etwas Neues zeigen zu müssen, sondern eher etwas Vollendetes. An schwachen Tagen ertappe ich mich deshalb durchaus bei dem Gedanken: Nur noch dieser Vorhang, nur noch diese Wandfarbe oder vielleicht ein atemberaubendes Gemälde – und dann ist es perfekt. Die hedonistische Tretmühle. Es ist fürchterlich, wie schnell wir uns an Verbesserungen gewöhnen und das Gefühl haben, das nächste Detail würde uns endlich zufrieden stimmen. Dabei verschiebt sich die Ziellinie immer wieder. Und selbst das Wissen um diese Falle schützt nicht davor, hineinzutappen.

Dazu kommt, dass jede Umräumaktion erst einmal ein kleines Chaos stiftet. Kannst du gut mit dem Dazwischen umgehen?

Das ist mein inneres Dilemma: Ich lebe nämlich konstant im Dazwischen. Und obwohl ich weiß, dass sowas wie „Ankommen“ im Grunde nur ein Märchen ist, das von all den lehrreichen, kostbaren Abenteuern auf dem Weg dorthin ablenkt, sehne ich mich oft nach einer Ruhe, die sich mit dem Dazwischen nicht sehr gut verträgt. Ich kann mit dem entstandenen Chaos also nur schwer umgehen. Ich bin mir selbst schon Chaos genug und zudem fürchterlich ungeduldig. Unordnung bereitet mir so großen Kummer, manchmal sogar körperlicher Natur, dass ich immer lieber eine ganze Nacht auf Schlaf verzichten als unverrichteter Dinge zu Bett gehen würde.

Das USM Haller System verbindet Beständigkeit und bleibt – durch seine Modularität – unbegrenzt wandlungsfähig. War dir das wichtig?

Unbedingt! Wir leben zur Miete. Die ist zwar ungeheuerlich hoch, aber die Kaufpreise hier sind nunmal noch ungeheuerlicher und ohne vermögende Eltern kaum zu stemmen – es kann also gut sein, dass wir noch ein paar Mal umziehen werden und da wäre es ja ein absoluter Jammer, ein derart geliebtes Möbelstück zurückzulassen. Etwa weil es nicht in die neue Umgebung passt. Im wahrsten Sinne des Wortes: Unser Sideboard ist keine Kleinigkeit. Obwohl ich ehrlich gesagt schon neulich aus Lust und Laune darüber nachgedacht habe, aus einem Möbel zwei zu machen. Dem Wohnzimmer würde so ein bisschen USM nämlich auch gut stehen.

Hast du bereits bei der Anschaffung alternative Einrichtungsszenarien durchgespielt?

Nicht wenige! Tatsächlich habe ich beim Zusammenstellen sofort im Kopf gehabt, dass das USM uns vielleicht ein Leben lang begleiten könnte. Und ich mag sogar die überaus kitschige Vorstellung, es irgendwann aufzuteilen und jedem unserer beiden Söhne ein Stück mit in die erste eigene Wohnung zu geben. Ein bisschen altes Zuhause im neuen Zuhause. In einer Zeit, in der Härte oft als Stärke missverstanden wird, bin ich doch gern butterweich.