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Louis Poulsen
Licht

Moonsetter

Wie bei einem Kunstwerk rückt die skulpturale Ästhetik von Moonsetter in den Mittelpunkt eines jeden Raums. Dort zieht sie die Aufmerksamkeit auf sich, indem sie dem Raum durch Lichtreflexionen und verschiedene Lichtverhältnisse eine Form verleiht.
Mondlicht
Von: CI-Redaktion

Nachdem sie im Rahmen des Design-Wettbewerbs den Prototyp ihrer markanten Stehleuchte entworfen hatte, bündelten die dänische Architektin und Designerin Anne Boysen und Louis Poulsen ihre Kräfte. Die daraus entstandene Synergie veranlasste Boysen dazu, letzte Änderungen an ihrem Design vorzunehmen, ehe mit der Produktion der Leuchte begonnen wurde.

Boysen hatte schon zuvor bei der Einrichtung von Showrooms und Wohnräumen häufig mit Licht gearbeitet und experimentiert. Daher wusste sie ganz genau, wie sich mithilfe von Beleuchtung ein stimmungsvolles Ambiente schaffen lässt. Die Herausforderung des Designwettbewerbs bestand darin, eine Stehleuchte zu entwerfen, die den Raum im Raum formt. „Eines Abends saß ich an meinem Schreibtisch, als plötzlich das Mondlicht durch einen Spalt in den Vorhängen schien. Ich platzierte verschiedene Oberflächen im Schein des Mondlichts. Es war faszinierend, wie das weiße Licht des Mondes ein diffuses Licht erzeugte. In einem Spiegel wurde das Licht nochmal anders reflektiert. Also habe ich mich gefragt, wie man das Ganze vereinfachen könnte – das Komplexe einfach und intuitiv darstellen, das ist mein Ziel“, erklärt Anne Boysen.

Basierend auf den geometrischen Grundformen Kreis, Quadrat und Zylinder verschmilzt das Design der Moonsetter zu einer einzigartigen künstlerischen Komposition. Dabei sind alle drei Elemente von wesentlicher Bedeutung. Denn jedes Element hängt vom anderen ab. Nur gemeinsam fügt sich das Werk zu einem Ganzen zusammen – sowohl aus funktioneller als auch aus gestalterischer Sicht.

„Ich wollte ein Objekt mit einer schlichten Formensprache schaffen, das bei ausgeschaltetem Licht wie eine Skulptur wirkt. Und da ich eine Vorliebe für grafische Formen habe – weil sie so elementar sind, dass jeder sie versteht, und weil wir sie auch in 50 Jahren noch benutzen werden – ging von da an alles wie von selbst. In all ihrer Komplexität ist die Leuchte doch so simpel wie nur möglich. Alles an ihr erfüllt eine Funktion und hat seine Daseinsberechtigung“, so Boysen.

Der Rahmen der skulpturalen Stehleuchte besteht aus massivem, hochglanzverchromtem Aluminium. Mit der drehbaren Scheibe ist es möglich, das blendfreie Licht, das von den in den Rahmen eingelassenen LEDs abgestrahlt wird, individuell in den Raum zu reflektieren. Die Leuchte wird über einen drehbaren Fußschalter am Zylinder ein- und ausgeschaltet. Der Schalter dient darüber hinaus als Dimmer.

Die Scheibe lässt sich um 360° um die eigene Achse drehen. Dabei ist eine Seite weiß und die andere reflektierend. Fällt das Licht auf die weiße Seite, sorgt dies für eine weiche und diffuse Lichtabstrahlung. Von der gegenüberliegenden Seite wird das Licht hingegen direkt reflektiert, wodurch ein völlig anderer Ausdruck entsteht. Die Scheibe regt zum ausgiebigen Herumexperimentieren damit an, wie das Licht in den Raum reflektiert werden kann – und ebenso wie sich der Raum in der Spiegelfläche der Leuchte widerspiegelt.

Die Moonsetter lädt uns auf eine Entdeckungsreise ein, auf der wir nicht nur die Qualität des Designs erkunden, sondern es auch fühlen und spüren können. Die außergewöhnliche Stehleuchte lässt die Grenzen zwischen Skulptur und Lichtquelle verschwimmen. Sie ist nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch. „Bei meinen Designs ist es mir wichtig, meine eigenen Erfahrungen an die Nutzer weiterzugeben. Ich will bei jedem Entwurf ein gutes Bauchgefühl haben und ihn mit dem ganzen Körper spüren können. Mit der Moonsetter wollte ich alle Sinne ansprechen, da ich glaube, dass wir das Leben am besten über unsere Sinne erfahren und verstehen. Die Scheibe formt das Licht und erzeugt immer wieder eine besondere Stimmung.